Die Freuden des SEV

Zur Zeit wird auf der S-Bahnstrecke zwischen Ostbahnhof und Erding gebaut, weswegen nur einmal in der Stunde eine S2 fährt. Verpasst man die, darf man stattdessen den Schienenersatzverkehr nutzen.

Ich hatte leider das Pech, die S2 um wenige Minuten zu verpassen. Also bin ich mit der nächsten S-Bahn zum Ostbahnhof und habe mich in einen SEV-Bus bequemt. Pünktlich um 17:25 wurden die Türen geschlossen und der Bus machte sich auf den Weg.

Seltsamerweise fuhren wir gar nicht den Leuchtenbergring an (eigentlich die nächste Station auf der S-Bahnlinie), sondern machten einen Abstecher zum Bahnhof Trudering. Na gut, ist ja nicht weiter schlimm, denn danach kamen planmäßig die Haltestellen Berg am Laim, Riem und Feldkirchen. Und kalt wurde sicher auch niemandem, so wie der Busfahrer die Kiste eingeheizt hatte.

Dann wurde es aber abenteuerlich. Ich las in der Zwischenzeit ein paar Nachrichten auf meinem Handy und wunderte mich beim nächsten Blick aus dem Fenster, in welchem Teil von Heimstetten der Bus denn da ist, denn die ganzen Häuser hier kamen mir nicht sehr bekannt vor. Das lag daran, dass wir gar nicht in Heimstetten waren, sondern in Weißenfeld.

Als wir schon fast durch eben genannte Ortschaft durch waren, ist’s dem Herrn Busfahrer wohl auch aufgefallen, und er wollte auf der vielbefahrenen Hauptstraße wenden. Das ließ der Verkehr aber nicht zu, also quälte er sich durch ein Wohngebiet und war dann endlich wieder auf dem Weg nach Heimstetten.

Das lies er aber links liegen – im wahrsten Sinne des Wortes. Statt zum Heimstettener Bahnhof abzubiegen fuhr er einfach rechts daran vorbei und wir waren auch schon in Grub. Mir konnt’s ja wurscht sein, weil ich nicht in Heimstetten wohne, aber die betroffenen Fahrgäste fanden das sicher nicht lustig.

Auf der Zielgeraden schließlich – kurz vor Poing – zog rechts von uns die S2 vorbei. Ich wäre also früher daheim gewesen, wenn ich eine Stunde auf die nächste S-Bahn gewartet hätte!! What the Fuck, MVV?

Ein Gedanke zu „Die Freuden des SEV

  1. Kommt mir vor wie ein uraltes Taxilied. Ist glaub ist von Fredl Fesl. Nur ist es bei dir ein Bus.

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